
BELASTUNG DER ORTSDURCHFAHRT HAUSEN AN DER ROT
SCHWERLASTVERKEHR
Die Gemeinde Oberrot ist Ferienort und liegt im Tal der Rot an der idyllischen Straße, im Naturpark Schwäbisch – Fränkischer Wald.
Durch das Großsägewerk mit inzwischen zehn Erweiterungen ist Oberrot seit Jahren stark vom Schwerlastverkehr betroffen. Das zeigen auch die Zahlen des Regierungspräsidiums aus der Verkehrszählung 2015.
Quelle Rundschau, 22.Juli 2020
• Die Verkehrsbelastung im Bereich Hausen von MO-SA lag bei rund 5.400 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden
• Der Schwerlastverkehrsanteil durch Hausen betrug 325 Lastwagen pro Tag
• Damit lag der Schwerlastverkehr, der sich täglich durch Hausen bewegt, über dem durchschnittlichen Schwerlastverkehrsanteil von 5,2% auf allen Landstraßen in Baden Württemberg im Jahr 2015. Erwähnt werden muss, dass es sich in Hausen um eine sehr schmale Ortsdurchfahrt, mit einer Engstelle handelt, bei der es fast täglich zu gefährlichen Begegnungen mit Schwerlastfahrzeugen kommt und nach der Engstelle in beide Richtungen sich jeweils eine Bushaltestelle anschließt.
In der Begründung zum Bebauungsplan „Strietwiesen-Erweiterung XI“ vom 07.07.2025 schreibt LKP+ auf Seite 16 (6.2.1 Lärm und Verkehr) folgendes:
Zitat:
„Wie bereits in Kap.2 und 5.1 aufgeführt, ergeben sich durch die geplante Optimierung der Wertschöpfungskette und durch die Verwertung der Reststoffe aus Sägewerk und Holzbearbeitung eine deutliche Verringerung des durch die Firma verursachten Schwerlastverkehrs, so dass sich dadurch eine Verbesserung gegenüber der Bestandssituation ergibt. Dies trägt zu einer Verbesserung der Situation in dem von dem LKW-Verkehr belasteten Orten der Umgebung bei.“
Im nachfolgenden Satz schreibt LKP+ weiter:
Zitat:
„Gleichzeitig ist jedoch darauf hinzuweisen, dass durch die Verlagerung des Kraftwerks freiwerdenden Flächen zukünftig der Produktion zur Verfügung stehen und dadurch eine Produktionssteigerung und zusätzlicher Verkehr entstehen können. Die geplanten sowie die bestehenden Straßen können den Schwerlastverkehr auch weiterhin aufnehmen.“
Im Bericht bleibt offen, wie die betroffenen Menschen die zusätzliche Verkehrsbelastung bewältigen sollen.
Viele Bürger gehen davon aus, dass der Schwerlastverkehr seit 2015 deutlich zugenommen hat – und das schon heute, ganz ohne die geplante Erweiterung Strietwiesen XI.